Die Frage nach dem Weihnachtsessen stellt sich jedes Jahr spätestens im November. Die kurze Antwort: Es muss nicht die Gans sein. Klassisch funktionieren Braten, Fisch oder Wild, entspannter wird es mit einem Fondue oder Raclette, und wer wenig Zeit in der Küche verbringen will, setzt auf ein gutes Steak mit festlichen Beilagen. Dieser Ratgeber zeigt die besten Weihnachtsessen-Ideen von klassisch bis modern, vergleicht den Aufwand und nennt typische Fehler.
Was gibt es zu Weihnachten zu essen?
Beliebt sind Gans, Ente, Braten, Fisch und Wild. Als stressarme Alternativen bieten sich Raclette, Fondue oder ein gutes Steak mit festlichen Beilagen an. Entscheidend ist weniger das Gericht als die Frage, wie viel Zeit Sie am Festtag in der Küche verbringen wollen und wie viele Gäste am Tisch sitzen.
Klassische Weihnachtsessen-Ideen
Die Klassiker haben ihren Platz, weil sie nach Fest schmecken und sich lange vorbereiten lassen. Allerdings binden sie auch Zeit im Ofen und in der Küche.
Gans und Ente
Die Weihnachtsgans mit Rotkraut und Knödeln ist das Bild vom Fest schlechthin. Sie braucht Platz im Ofen, viel Zeit und einen kühlen Kopf beim Zerlegen. Die Ente ist die kleinere, schnellere Verwandte und reicht für eine Familie von vier bis fünf Personen.
Braten
Ein Schweine-, Rinds- oder Kalbsbraten verzeiht kleine Fehler und lässt sich gut vorbereiten. Ein Rinderbraten gewinnt zudem, wenn er am Vortag fertig geschmort und am Festtag nur noch aufgewärmt wird.
Fisch
In vielen Familien gibt es am Heiligabend Karpfen, Lachs oder Forelle. Gerade Forelle passt gut nach Tirol und ist schnell gegart.
Wild
Hirsch, Reh und Gams gehören zur alpinen Festtagsküche. Was dabei zu beachten ist, steht in unserem Beitrag Wild aus Tirol. Wer Wild nicht selbst zubereiten möchte, findet es in der Adventzeit häufig auf den Karten der Tiroler Gasthäuser.
Moderne Alternativen zur Gans
Nicht jeder hat Lust auf einen Tag am Herd. Gerade bei kleinen Runden oder Gästen mit unterschiedlichen Vorlieben funktionieren diese Ideen besser:
- Raclette oder Fondue: Jeder bedient sich selbst, der Gastgeber sitzt mit am Tisch. Einen ehrlichen Vergleich beider Gerichte finden Sie im Artikel Raclette oder Fondue?
- Festtagsmenü in drei Gängen: Suppe, ein Hauptgang und ein Dessert genügen. Wichtiger als viele Gänge ist, dass sich möglichst viel vorbereiten lässt.
- Vegetarisches Festessen: Gefüllte Kürbisse, Pilzragout mit Knödeln oder eine Käsespätzle-Variante schmecken nach Winter und lassen niemanden hungrig.
- Hochwertiges Steak mit Beilagen: Schnell gegart, planbar und dank guter Fleischqualität auch festlich.
Steak zu Weihnachten
Ein Steak wirkt auf den ersten Blick wenig weihnachtlich, passt aber hervorragend zu einem entspannten Fest. Es ist in wenigen Minuten gegart, die Portionen lassen sich genau planen, und kein Gast wartet stundenlang auf den Braten. Ein dickes Stück wie das Rib-Eye oder ein Filet lässt sich außerdem sehr gut mit festlichen Beilagen kombinieren: Rotweinjus, Kartoffelgratin, Rosenkohl mit Speck oder gebratene Pilze.
Damit das Steak gelingt, braucht es nur wenige Regeln: das Fleisch eine halbe Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen, in einer sehr heißen Pfanne kurz anbraten und danach ein paar Minuten ruhen lassen. Wie das im Detail geht, erklärt der Ratgeber So bereitet man Steaks richtig zu. Welche Garstufe zu welchem Stück passt, steht in Steak-Garstufen und Kerntemperatur.
Zu einem festlichen Steak passt eine kräftige Sauce. Anregungen gibt es unter Welche Sauce passt zum gegrillten Steak?. Und welche Beilagen sich bewähren, zeigt der Beitrag Beilagen zum Western-Steak.
Weihnachtsessen ohne Küchenstress?
In unserem Saloon in Aschau kommt Steak vom heimischen Angus-Rind auf den Punkt gegrillt an den Tisch – auch für größere Familienrunden.
Die Ideen im Vergleich
Die Tabelle zeigt, welche Weihnachtsessen-Idee zu welcher Runde passt und wie viel Aufwand sie bedeutet:
| Idee | Aufwand am Festtag | Vorbereitung möglich | Für große Runden | Für gemischte Gäste |
|---|---|---|---|---|
| Gans | hoch | teilweise | gut | mittel |
| Braten | mittel | sehr gut | sehr gut | mittel |
| Fisch | mittel | mittel | mittel | mittel |
| Wild | mittel bis hoch | gut | gut | mittel |
| Raclette | gering | sehr gut | sehr gut | sehr gut |
| Fondue | gering bis mittel | gut | mehrere Töpfe nötig | gut |
| Steak | gering | gut | mittel | gut |
| Essen im Lokal | keiner | entfällt | sehr gut | sehr gut |
Ein Menü zusammenstellen
Ein Weihnachtsmenü muss nicht lang sein. Drei Gänge reichen, wenn sie gut aufeinander abgestimmt sind. Eine bewährte Reihenfolge:
- Vorspeise: eine klare Rindsuppe, eine Kürbiscremesuppe oder ein kleiner Salat mit Nüssen.
- Hauptgang: Braten, Wild oder Steak – mit einer Beilage, die sich vorbereiten lässt.
- Dessert: etwas Leichtes mit Frucht oder Gewürz, etwa Bratapfel, Zimtparfait oder ein Schokoladenkuchen.
Als Getränk passt zum Wildgericht ein kräftiger Rotwein, zum Steak ebenso. Ideen dazu liefern Steak und Wein sowie Bier zum Steak. Für den Auftakt oder danach bieten sich winterliche Heißgetränke an, wie in Glühwein, Jagatee und Feuerzangenbowle beschrieben.
Weihnachtsessen im Lokal
Immer mehr Familien verlegen das Festessen ins Gasthaus. Das spart Einkauf, Küche und Abwasch, und der Gastgeber kann den Abend selbst genießen. Dafür gilt: Früh reservieren. In der Adventzeit sind Wirtshäuser, Saloons und Restaurants rasch ausgebucht, besonders an den Wochenenden und in der Woche vor Weihnachten.
Wenn Sie mit Firma, Verein oder einer großen Familie feiern, finden Sie auf unseren Seiten Weihnachtsfeier im Zillertal, Firmenfeier und Eventlocation Zillertal weitere Informationen. Wer nach dem Essen noch Stimmung sucht, kann den Abend mit einem Besuch auf dem Adventmarkt im Zillertal verbinden. Die Speisen finden Sie auf der Speisekarte.
Tipps für die Planung
- Früh planen. Hauptzutaten wie Gans, Wild oder besondere Fleischstücke sollten Sie rechtzeitig vorbestellen.
- Möglichst viel vorbereiten. Suppen, Saucen, Beilagen und Desserts lassen sich meist am Vortag fertigstellen.
- Gästeliste klären. Vegetarier, Kinder oder Allergiker brauchen oft eine eigene Lösung. Besser vorher fragen als am Festtag improvisieren.
- Portionen realistisch kalkulieren. Beim Fleisch genügen meist 200 bis 250 Gramm pro Person, bei vielen Beilagen auch weniger.
- Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Zimmerwarmes Fleisch gart gleichmäßiger.
- Platz im Ofen planen. Wer Gans und Beilagen gleichzeitig garen will, braucht eine genaue Reihenfolge.
- Reservierung im Lokal früh anfragen. Das gilt besonders für größere Gruppen.
Häufige Fehler
- Zu viel auf einmal. Vier Gänge und drei Beilagen sind selten nötig. Weniger, dafür gut gemacht, wirkt festlicher.
- Nichts vorbereitet. Wer alles am Festtag kocht, sitzt kaum mit am Tisch.
- Zu spät reserviert. Im Dezember sind die schönsten Termine als Erstes vergeben.
- Fleisch ohne Ruhezeit. Braten und Steaks brauchen einige Minuten Ruhe, sonst läuft der Saft beim Anschneiden heraus.
- Gäste mit besonderen Wünschen vergessen. Eine vegetarische Alternative sollte von Anfang an mitgedacht werden.
- Keinen Plan B. Ein gefüllter Vorrat oder ein Anruf im Lokal nimmt die Nervosität, wenn doch etwas schiefgeht.
Fazit
Das perfekte Weihnachtsessen ist das, bei dem Gastgeber und Gäste entspannt am Tisch sitzen. Wer die Tradition liebt, bleibt bei Gans, Braten oder Wild. Wer weniger Aufwand möchte, wählt Raclette, Fondue oder ein gutes Steak. Und wer gar nicht kochen will, lässt kochen: In unserem Western Steakhouse in Aschau im Zillertal gibt es Steaks, Burger, Spareribs und Beilagen vom heimischen Angus-Rind, serviert im warmen Saloon. Wie die Tiroler Winterküche sonst aussieht, beschreibt der Beitrag Traditionelles Tiroler Essen. Unsere aktuellen Öffnungszeiten finden Sie tagesaktuell in unserem Google-Maps-Eintrag; bei Fragen hilft die Kontaktseite.
Gut zu wissen
Häufige Fragen zum Weihnachtsessen
Je nach Region und Familie gibt es Gans, Ente, Braten, Karpfen oder Würstchen mit Kartoffelsalat. In den Alpen kommen Wild und deftige Fleischgerichte häufig auf den Tisch.
Raclette und Fondue gelten als besonders unkompliziert, weil jeder am Tisch selbst zubereitet. Ein Schmorbraten, der am Vortag fertig wird, ist ebenfalls eine entspannte Lösung.
Ja. Ein hochwertiges Steak ist schnell gegart, gut planbar und lässt sich mit festlichen Beilagen wie Gratin, Rosenkohl oder Rotweinjus servieren. Viele Familien schätzen die Abwechslung zur Gans.
So früh wie möglich, am besten schon im November. Besonders beliebte Termine und größere Gruppen sind in der Adventzeit rasch vergeben.
Beliebt sind gefüllter Kürbis, Pilzragout mit Knödeln, Käsespätzle oder ein Gemüsebraten. Wichtig ist, dass die vegetarische Variante nicht nur aus Beilagen besteht.
Die Feier lieber auswärts?
Für Familienrunden, Firmen und Vereine bietet unser Saloon in Aschau Platz für bis zu 200 Gäste – frühzeitig anfragen lohnt sich in der Adventzeit.